Unser Dirigent und Dirigentin


Thomas Ungerer

Dirigent des Ohrwurms

Thomas Ungerer, geb. 1961 in Stuttgart studierte an der Musikhochschule des Saarlandes Kirchenmusik u. a. bei Prof. Daniel Roth, Prof. Andreas Rotkopf und Prof. Theo Brandmüller, Musikerziehung mit Hauptfach Orgel und Kammermusik mit Hauptfach Cembalo bei Prof. Martin Galling. Ein künstlerisches Aufbaustudium im Fach Orgel absolvierte er in Esslingen und Tübingen bei Prof. Hermann Trefz und Klaus Rothaupt.

Er arbeitete mit verschiedenen namhaften Dirigenten zusammen, so z. B. mit Prof. Volker Hempfling (Kantorei Köln), Frieder Bernius (Kammerchor Stuttgart) oder auch Georg Grün (Kammerchor Saarbrücken). Zusätzlich absolvierte er verschiedene Fortbildungen u. a. bei Hans Georg Bertram / Komposition, Jens Johansen, Leiter des Jazz Chors „Vocal Line“, Oliver Gies, Leiter „Maybebop“ und Felix Powroslo, Coach von „Maybebop“ und den „Wise Guys“, Erik Sohn, Chorleitungscoach HfMT Köln, Bertrand Gröger (Jazzchor Freiburg), Kirby Shaw, amerikanischer Komponist und Arrangeur u. a. Auch im Bereich „Mentales Training für Musiker“ bildete er sich mehrere Jahre bei Ulrike Klees-Dacheneder, Dozentin an der Musikhochschule Würzburg, weiter.

Seine Konzerttätigkeiten als Solist, Begleiter und Dirigent führen ihn ins In- und Ausland. Als Leiter von Chören der unterschiedlichsten Stilrichtungen arrangiert er Popmusik für gemischten Chor, schreibt Musicals, arrangiert Jazzstandards und Gospels für Kirchenorgel und Saxofon. Als Kantor war er in mehreren Kirchengemeinden tätig, bis er 1999 die private Musikschule „Musik-erLeben“ in Leonberg – Höfingen mit ihren Filialen in Weissach und Rutesheim gründete.

Als freischaffender Organist gibt er regelmäßig traditionelle Orgelkonzerte, aber gestaltet immer wieder auch experimentelle Aufführungen, so z. B. im Jahr 2015 das Konzert „Zwei Welten“ – eine musikalische Symbiose zw. Orgel und Live-Elektronik eingebettet in Lichtinstallationen oder „Lichtgestalt Luther“ im November 2016. Seit 2017 arbeitet er mit der Ziryab-Akademie für Weltmusik zusammen. Im vergangenen Jahr produzierte er eine 5teilige Videoreihe zum “Instrument des Jahres 2021” – der Orgel. Seit Oktober 2021 arbeitet er mit dem Komponisten Sebastian Hoch (Live-Elektronik) im Auftrag des Schwäbischen Chorverbands an einer Komposition für Chor & Elektronik über Friedrich Silcher – die “SilcherSplitter”, die Ende Mai 2022 in Leipzig Premiere haben werden.

Seit 2003 agiert er als Sprecher im Landesfachausschuss für Freie / Private Musikschulen des Tonkünstlerverbandes BW. Von 2008 – 2019 war er Bundessprecher für den Fachbereich Private / freie Musikschulen im Deutschen Tonkünstlerverband, DTKV. Im Oktober 2021 wurde er in den Musikbeirat des Schwäbischen Chorverbands gewählt.

Im September 2000 übernahm er die Leitung des Chors „Ohrwurm“ beim Liederkranz Wiernsheim. Mit diesem drang er beim Chorduell 2014 des SWR4 bis ins Halbfinale vor. 2002 gründete er den ökumenischen Kinderchor in Leonberg – Höfingen mit denen er immer wieder kleinere Singspiele und große Musicals aufführt, so zuletzt im Mai 2014 „Max und Moritz“. Seit 2007 dirigiert er den katholischen Kirchenchor der Gemeinde St. Maria in Ditzingen und von Januar 2011 bis Dezember 2021 die Erwachsenenchöre des Liederkranz Enzweihingen. Seit 2019 ist er Musikdirektor des Chorverband Enz und Leiter des Crossover Chores “Vocal Affair”, Dettingen/Erms.

In seinem Repertoire finden sich neben vielen kleineren geistlichen und weltlichen Werken auch Messen von W.A. Mozart, so z.B. Die „Krönungsmesse“ oder die „Credo-Messe“, J. Haydn „Missa Cellensis“, u.a., I. Holzbauer, „Missa in C“, J. Rheinberger „Messe in f-Moll“, Charles Gounod „Cäcilienmesse“, aber auch Jakob de Haan, „Missa Katharina“, Mass Of The Children“ von John Rutter, „The Latin Jazz Mass“ von Martin Völlinger, das „Pop-Oratorium Luther“ von Dieter Falk und „Sacred Concert“ von Duke Ellington.

Die Kooperationen mit Vereinen und Schulen – insbesondere mit Grund- und Gemeinschaftsschulen – sind ihm ein besonderes Anliegen. Mit selbst entwickelten Projekten wie „Mozart Meets Friends“ (2006), oder auch „Ein Haydn-Spaß“ (2009) – mit dem die Beteiligten einen Preis des Kultusministeriums BW errangen – versucht er den Kindern und Jugendlichen die großen Komponisten näher zu bringen, ihre soziale Kompetenz und ihre Teamfähigkeit zu stärken, wie z. B. auch in dem Musical „Scrooge“ vom Dezember 2007 und 2009. 2010 erarbeitete er mit Schülern der Hauptschule in Weissach das Musical „Bonnie & Clyde“ und 2012 die selbst entwickelte musikalische Collage „Träume“ und „Eine bessere Welt“ im Mai 2015. Danach schrieb er zusammen mit der Theaterpädagogin Karin Winter das Musical „Reise ins Weltall“ für die Gemeinschaftsschule Heckengäu / Wiernsheim, zu dem er die Musik arrangierte, mit den Schülern einstudierte und im November 2015 aufführte. Im Jahr 2018 gelangte das selbst entwickelte Projekt „Kampf der Gefühle“ mit der Gemeinschaftsschule Weissach und das Projekt „SchulZeitReisen“ mit der Gemeinschaftsschule Heckengäu zur Aufführung. Mit Tänzerinnen dieser Schule nahm er noch im Juni 2018 an der SchulTanzBegegnung mit dem Stück „Thriller“ von Michael Jackson arrangiert für Schulchor, Erwachsenenchor, Orchester und Tänzer, teil.

Seit einigen Jahren bietet die Musikschule Gruppenunterricht an verschiedenen Instrumenten – eingebettet in den regulären Schulunterricht der Grundschule – an. Derzeit findet dieses Konzept in Wiernsheim, Weissach, Leonberg-Höfingen und Rutesheim Anwendung. Außerdem entwirft er Konzepte für den Instrumentalunterricht an Gemeinschaftsschulen, die seit dem Schuljahr 2014 / 15 an der Gemeinschaftsschule Heckengäu / Wiernsheim erprobt und fortentwickelt werden. Auf Grund dieser Tätigkeiten folgten Einladungen zu Workshops und Seminaren.

Soweit es seine Zeit erlaubt, erteilt er noch Unterricht in Klavier, Keyboard, Orgel, Cembalo und Musiktheorie.

zum Seitenanfang



Charlotte Walz

Dirigent der KidsHits und von Chordination

Mein Name ist Charlotte Walz, viele sagen aber „Charly“ zu mir. Das führt immer mal wieder zu lustigen Situationen. Eines meiner Kinderchormädels beispielsweise sah irgendwo meinen „richtigen“ Namen geschrieben und fragte erstaunt: „Charlotte Walz? Hä, wer ist denn das?“

Ich bin seit September 2009 die Leiterin des Kinderchores „KidsHits“ und des Jugendchores „Chordination“. Außerdem bin ich Grundschullehrerin in Rheinstetten. Schon als Teenie hatte ich viel mit Kindern zu tun – egal ob in Kinderkirche und Jungschar, beim Turnen oder auf Kinder- und Jugendfreizeiten. So hat sich das dann durchgezogen. Und obwohl ich zwischenzeitlich durch meinen Beruf täglich Kinder um mich herum habe, sind mir meine beiden Chöre in Wiernsheim super wichtig und machen mir viel Spaß

Beim Liederkranz Wiernsheim singe ich schon, seit ich denken kann. Zuallererst als Gast beim Ohrwurm, wenn ich meine Mama freitagabends begleiten durfte, wenn sie zum „Lalala machen“ ging. Später dann beim Kinderchor, kurz nachdem dieser gegründet wurde und nochmal ein bisschen später beim Jugendchor. Schon lange bevor absehbar war, dass ich eines Tages den Kinder- und Jugendchor des Liederkranz Wiernsheim übernehmen würde, habe ich begonnen, verschiedene Vizechorleiter-Ausbildungen beim Chorverband Enz und dem Chorverband Friedrich Schiller zu machen.

Nachdem ich dann tatsächlich Chorleiterin wurde, hat mir der Vizechorleiter nicht mehr gereicht, und so habe ich ab Juli 2011 das Hugo-Herrmann-Seminar besucht, ein Angebot des Schwäbischen Chorverbandes. Im März 2012 habe ich alle Prüfungen erfolgreich bestanden und darf mich nun „Staatlich anerkannte Chorleiterin im Nebenberuf“ nennen.

Soweit das, was man bevorzugt in einen Lebenslauf schreibt. Ich denke, man kann es oben schon herauslesen: ich arbeite furchtbar gerne mit Kindern und Jugendlichen, mir ist es wichtig, dass sie mit ihrer Freizeit etwas Sinnvolles anfangen und Kontakt mit Kindern und Jugendlichen in ihrem Alter haben. Ich singe unheimlich gerne und die Sängerinnen und Sänger meiner beiden Chöre sind mir sehr ans Herz gewachsen. Mir liegt viel daran, dass unsere drei Chöre nicht nur nebeneinander im gleichen Verein bestehen, sondern dass es hin und wieder Schnittpunkte gibt, bei denen die Sängerinnen und Sänger, aber auch deren Familien aufeinander treffen und ein bisschen Vereinsgeschichte gemeinsam schreiben.

In diesem Sinne: Auf ein baldiges erstes Treffen, falls wir uns noch nicht kennen und bis Mittwoch oder Freitag, falls du schon in einem unserer Chöre singst!

zum Seitenanfang